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Spatenstich für den Neubau des Hohenloher Krankenhauses

Mit dem symbolischen Spatenstich setzten die Verantwortlichen heute das Startsignal für den Beginn der Bauphase. Bis Anfang 2025 soll auf dem Gelände an der Kastellstraße in Öhringen ein zukunftweisender Neubau entstehen, der die hochwertige medizinisch-pflegerische Versorgung der Menschen im Hohenlohekreis auch in Zukunft wohnortnah sicherstellt.

Dass dieser Neubau auch überregionale Bedeutung hat und vom Sozialministerium in Stuttgart mit großem Interesse verfolgt wird, unterstreicht die Teilnahme von Staatssekretärin Dr. Ute Leidig. Sie vertrat Landesgesundheitsminister Manne Lucha (B 90/Grüne), der kurzfristig krankheitsbedingt absagen musste. Die Staatssekretärin betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung von leistungsfähigen Krankenhäusern in ländlichen Regionen.

Zukunftsfeste Strukturen für den ländlichen Raum
Dr. Ute Leidig: „Gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass sich die Gesundheitsversorgung auch in einem Flächenland wie Baden-Württemberg nicht nur auf die große Ballungszentren konzentrieren darf. Auch im ländlichen Raum brauchen wir zukunftsfeste Strukturen, weshalb das Land deren Auf- und Ausbau mit hohen finanziellen Summen unterstützt. Mit dem Krankenhaus-Neubau in Öhringen wird sich die medizinische Versorgung für die Menschen im Hohenlohekreis weiter verbessern – nicht nur durch modernste Technik, sondern auch durch ein breites medizinisches Leistungsspektrum. Dafür stellen wir rund 51,5 Millionen Euro zur Verfügung. Gleichzeitig möchte ich auch die Gelegenheit nutzen, mich bei allen Mitarbeitenden am Hohenloher Krankenhaus für ihren nicht hoch genug einzuschätzenden Einsatz während der Corona-Pandemie zu bedanken. Sie alle standen in den letzten zwei Jahren an vorderster Front der Pandemie-Bekämpfung und haben buchstäblich Tag für Tag Leben gerettet.“

Dr. Neth: "Ein guter Tag für den Hohenlohekreis"
Diesem Dank schloss sich der Landrat des Hohenlohekreises Dr. Matthias Neth an und ging in seiner Ansprache auf die nicht immer einfachen politischen Entscheidungen in der Vorgeschichte des Krankenhausneubaus ein. „Der heutige Spatenstich für den Neubau des Hohenloher Krankenhauses ist ein guter Tag für den Hohenlohekreis. Wir legen heute den Grundstein für eine zukunftsfähige und hochwertige klinische Gesundheitsversorgung in unserem Landkreis. Ich bin mir sicher, dass der Kreistag mit seiner Entscheidung für den Neubau den richtigen Schritt für alle unsere Bürgerinnen und Bürger getan hat und daher freue ich mich sehr auf das neue Hohenloher Krankenhaus.“

Dank für verlässliche Partner
Er dankte dem Sozialministerium – allen voran Minister Manne Lucha – für die Verlässlichkeit der Zusage, den Krankenhausneubau bei entsprechenden Strukturveränderungen finanziell zu fördern. Auch der Kreistag sei trotz äußeren Drucks zusammengestanden. „Allen war klar: wenn wir hier nicht bauen, dann wird es bald keine stationäre Versorgung im Hohenlohekreis mehr geben.“ Als wichtige Grundlage für das Gelingen des Projekts bezeichnete der Landrat außerdem die Partnerschaft zu den Mitarbeitenden im Hohenloher Krankenhaus, die man nach einer Übergangsphase nun wieder nach Tarif bezahle. Dazu gehöre auch die Partnerschaft mit der Stadt Öhringen, die sich ebenfalls mit großen Investitionen einbringe. Besondere Bedeutung hat für den Landrat darüber hinaus die Partnerschaft mit der Stadt Künzelsau. „Wir werden in Künzelsau die gemachten Zusagen für gute Versorgungsstrukturen einhalten", betonte er. „Die Strukturveränderung in der stationären Patientenversorgung war richtig.“ Nun wünsche er sich, dass die Menschen in Hohenlohe das Hohenloher Krankenhaus auch annehmen.

Größte Baustelle in der Geschichte Öhringens
Der Oberbürgermeister von Öhringen Thilo Michler betonte die Bedeutung des Krankenhausneubaus für die Stadt Öhringen. „Seit über 100 Jahren ist das Öhringer Krankenhaus eine zentrale Anlaufstelle für die Gesundheitsversorgung in unserer Stadt und in ganz Hohenlohe. Gerade in den letzten zwei Jahren haben wir gesehen, wie elementar eine sichere Gesundheitsversorgung für alle Menschen ist. Heute, setzen wir mit dem Spatenstich für das neue Krankenhaus den Meilenstein für eine sichere und zukunftsfähige medizinische Versorgung. Mein großer Dank gilt allen Beteiligten, die gewissenhaft und mit viel Herzblut, die bisher größte Baustelle in der Großen Kreisstadt Öhringen begleiten und umsetzen.“


Krankenhaus für die Menschen
Schon mit dem Einstieg der BBT-Gruppe in die Verantwortung für die Hohenloher Krankenhaus gGmbh habe man 2018 dieses Projekt übernommen und in den vergangenen Jahren weiter vorangetrieben, betonte der Sprecher der Geschäftsführung der BBT-Gruppe Dr. Albert-Peter Rethmann in seiner Ansprache. „Nun können wir mit dem Spatenstich das auch für alle sichtbare Startsignal für den Neubau setzen. Für uns als christliches Unternehmen steht der Mensch im Mittelpunkt. Deshalb wollen wir ein Krankenhaus, das sich so organisiert, dass der Mensch im Mittelpunkt aller Prozesse steht. Wir schaffen hier ein Krankenhaus der Zukunft mit intelligenter Raumnutzung, moderner Technik und kurzen Wegen, das die hochwertige medizinische Versorgung der Menschen in Hohenlohe auf Jahre hinaus wohnortnah sicherstellen wird.“

Dank für hervorragende Zusammenarbeit
Rethmann dankte Landrat Dr. Matthias Neth und Oberbürgermeister Thilo Michler für die hervorragende Zusammenarbeit in den zurückliegenden Monaten. „Der Hohenlohekreis und die Stadt Öhringen sind für uns zentrale Partner, die uns bereits bei den gesamten Vorarbeiten und Planungsgesprächen unterstützt haben. Nur mit solch verlässlichen Partnerschaften lässt sich ein Projekt in dieser Größenordnung verwirklichen“, so Rethmann. Der Dank gelte auch der Landesregierung Baden-Württemberg, die zu ihren finanziellen Zusagen stehe und rund 51,5 Mio € in den Neubau investiere. Zu den wichtigen Partnern beim Neubau des Hohenloher Krankenhauses gehört nach den Worten des BBT-Geschäftsführers auch die Firma VAMED. „Wir sind froh hier einen international renommierten Spezialisten für Klinikbauten mit im Boot zu haben, der das Projekt im sog. „Partnering-Verfahren“ von der Planung bis zur Umsetzung begleitet. Damit schaffen wir die Voraussetzung für Kostentransparenz und finanzielle Planungssicherheit, denn wir wollen in dem uns vorgegeben Kostenrahmen von knapp 100 Mio € bleiben“, unterstrich der BBT-Geschäftsführer.
„Mein herzlicher Dank geht außerdem an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hohenloher Krankenhauses, die sich mit vielen Vorschlägen aus der täglichen Praxis an der Ausgestaltung der Pläne beteiligt haben. Und nicht zuletzt an den BBT-Regionalleiter Marc Reggentin und die Kaufmännische Direktorin des Hohenloher Krankenhauses Melanie Junge, die mit viel persönlichem Engagement und Herzblut die Planungsarbeiten vor Ort vorangetrieben und begleitet haben“, so Dr. Rethmann.

Krankenhaus der kurzen Wege
Er stellte im Anschluss die Besonderheiten des neuen Hohenloher Krankenhauses vor. „Bei der gesamten Planung stand für uns der Patient im Mittelpunkt und alle Wege, die er während eines ambulanten oder stationären Aufenthalts im Krankenhaus durchläuft. Um diese Bedürfnisse des Patienten herum konzentrieren sich alle Räume und Funktionsbereiche. Daraus ergibt sich ein Krankenhaus der kurzen Wege für Patienten und Besucher. Und zugleich schaffen wir hervorragende Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ 

Grundversorgung plus
Das 205-Bettenhaus stellt mit seinem medizinischen Behandlungsspektrum die Grund- und Regelversorgung in den Fachbereichen der Chirurgie und Inneren Medizin sicher und deckt darüber hinaus mit zusätzlichen spezialisierten Versorgungsangeboten ein breites medizinisches Leistungsprofil ab. Dazu gehören etwa die Geburtshilfe, die Diagnostik und Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen im modernen Herzkatheterlabor, die Behandlung von Schlaganfallpatienten in der zertifizierten Stroke Unit, die moderne Endoprothetik sowie die hohe diagnostische und therapeutische Kompetenz bei Magen- und Darmerkrankungen und natürlich die rasche Notfallversorgung in einem interdisziplinären Notfallzentrum.

Diagnostik- und Ambulanzzentrum im EG
Das Gebäude wird aus einem rechteckigen Kubus bestehen, der sich um zwei Lichthöfe im Inneren gruppiert und so Tageslicht in allen Patientenzimmern sowie in den Therapie- und Aufenthaltsräumen ermöglicht. Es erstreckt sich über insgesamt vier Stockwerke sowie ein Kellergeschoss für Funktionsräume und Technik. Im Erdgeschoss befindet sich das Diagnostik- und Ambulanzzentrum, neben der interdisziplinären Notaufnahme ist hier die radiologische Diagnostik mit MRT, CT und konventionellem Röntgen konzentriert. Daran schließen sich die internistische Funktionsdiagnostik und die Ambulanzen an. Ein großzügiger Gastronomiebereich am Eingang lädt Patienten, Besucher, Mitarbeiter und Gäste zum Verweilen ein.

"High-Care"-Einheit im 1. OG
Im 1. Stock steht alles unter dem Stichwort „High Care“, also höchste Sicherheit für die Patienten: Räume für Operationen, invasive Eingriffe und Interventionen sowie die dazu gehörige intensivmedizinische Überwachung sind hier konzentriert. Mehrere Operationssäle mit moderner Ausstattung, dazu das Herzkatheterlabor und die Überwachungsstation für Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten liegen in enger Verbindung nebeneinander. Hinzu kommen vier neue Kreißsäle – einer mehr als bisher – für die Geburtshilfe.

Sehr gute Standards für Patienten
Das zweite und dritte Stockwerk sind dann ganz der Pflege der stationären Patienten gewidmet. Im Neubau wird es nur noch Ein- und Zweibettzimmer geben. Alle Patientenzimmer haben große Fenster für viel Tageslicht und verfügen jeweils über ein eigenes Bad mit Dusche und WC. „Hier können wir allen Patienten einen sehr guten Standard anbieten“, unterstreicht Rethmann. Daneben sind spezielle Therapieräume zum Beispiel für die Behandlung älterer mehrfach erkrankter Patienten in der Geriatrie vorgesehen sowie großzügige Zimmer für die Geburtshilfe. Im dritten Obergeschoss bietet eine Komfortstation auf Wunsch zusätzliche Annehmlichkeiten.

 
 

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